REACh was ist das? REACh und Werbeartikel

Übersicht Unternehmerische Verantwortung

Das neue europäische Chemikalienrecht REACh (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien) trifft die gesamte gewerbliche Wirtschaft. Es soll den Weg zu einem sichereren Umgang mit Chemikalien und einer gesünderen Umwelt weisen. Jedes Unternehmen muss sich dem Thema widmen. REACh betrifft reine chemische Stoffe und den Einsatz von chemischen Stoffen in Erzeugnissen, wenn sie unter normaler Verwendung freigesetzt werden (intended to be released). REACh ersetzt eine Reihe von EU-Rechtsvorschriften zu Umweltschutz und Sicherheit, lässt jedoch viele sektorspezifische Vorschriften unberührt. Nach dem Motto „No data – no market“ dürfen nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden, zu denen ein ausreichender Datensatz zu den Stoffeigenschaften, beispielsweise zu den physikalischen Eigenschaften, der Giftigkeit und dem Verhalten in der Umwelt vorliegt. Dies gilt für rund 30.000 Stoffe, die bereits auf dem europäischen Markt sind und etwa 400 Stoffe die jedes Jahr neu auf den Markt kommen. Für rund 3.000 besonders besorgniserregende Stoffe, zum Beispiel Krebs erregende oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigende Stoffe, wird ein Zulassungsverfahren vorgeschrieben. Die Verantwortung für den sicheren Umgang mit Chemikalien wird den Unternehmen übertragen, die Informationen über Stoffeigenschaften und Informationen zum Risikomanagement vorlegen müssen.

Welche Ziele werden verfolgt?

  • Besserer Schutz der menschlichen Gesundheit sowie der Umwelt vor möglichen Gefährdungen durch Chemikalien.
  • Verbessertes Risikomanagement im Umgang und bei der Verarbeitung von Chemikalien. 
  • Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in der EU 
  • Verlagerung der Verantwortung für die Beurteilung von Risiken von den Behörden zur Industrie.

Dabei sind die Unternehmen aufgefordert, wo immer möglich, in der Lieferkette zusammenzuarbeiten, um Rechtssicherheit für alle zu schaffen!

Müssen alle Stoffe registriert werden?

Mit REACH sollen alle chemischen Stoffe erfasst werden, die mindestens in einer Menge von einer Tonne pro Jahr in der EU produziert oder in die EU importiert werden. Dabei gilt: Je höher die Menge ist, die in den Verkehr gebracht wird, desto mehr Stoffeigenschaften müssen ermittelt werden. 

Wer ist von der neuen Verordnung betroffen?

Praktisch jeder Akteur der Lieferkette, der mit chemischen Stoffen umgeht, hat bestimmte Verpflichtungen zu erfüllen:

  • In der EU ansässige Hersteller oder Importeure von chemischen Stoffen oder von Zubereitungen chemischer Stoffe.
  • Nachgeschaltete Anwender, die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Chemikalien verarbeiten, Zubereitungen (Gemische) für die Endanwendung formulieren oder formulierte Produkte (z.B. Werbeartikel) verwenden.

Welche Konsequenzen hat REACh?

„Keine Registrierung – kein Markt“. Dies bedeutet: Nicht registrierte Stoffe und nicht registrierte Verwendungen werden illegal!

Sprechen Sie uns an, wir stellen Ihnen die Problematik und die Lösungswege gerne vor. (Click für Kontakt!)